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Kulturelle Bildung als Kern einer ganzheitlichen Bildung

Kita und Schule als Lebens- und Lernort
Graphic-Recording auf dem 3. Perspektivdialog

© DKJS/MH

Zwei spannende Runden beschäftigen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema Kinderrecht auf kulturelle Bildung - eine politische Diskussion und ein Gespräch aus, für und mit der Praxis.

Das politische Gespräch

Was braucht eine flächendeckende frühkindliche kulturelle Bildung von guter Qualität? Passende Strukturen, ausreichend Ressourcen und Wertschätzung auf allen Ebenen. Das politische Gespräch auf dem 3. AUF!leben-Perspektivdialog „Schere, Stein, Papier – Frühkindliche kulturelle Bildung in und nach Krisen“ beschäftigte sich mit dem Weg dorthin.

Teilnehmer:innen

  • Felix Döring (Mitglied des Deutschen Bundestages, SPD)
  • Robin Alef in Vertretung von Emilia Fester (Mitglied des Deutschen Bundestages, Bündnis 90/Die Grünen)
  • Christine Kopf (DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Frankfurt) 
  • Kerstin Hübner (BKJ - Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V.)

Einigkeit herrschte darüber, dass die Pandemie die Schwachstellen eines Bildungssystems offengelegt hat, das mit seiner Ausrichtung auf Unterrichtsfächer und Lernstoff nicht ausreichend auf das Leben und die Zukunft vorbereite. Felix Döring sagte dazu: „Zu einem Bildungssystem, das den Anforderungen des 21. Jahrhunderts entspricht, gehört deshalb kulturelle Bildung hinzu." 
Im Alltag bilden allerdings getrennte Zuständigkeiten mit starken Abgrenzungen viel zu oft unüberwindbare Hürden. Ein Weg dies zu ändern sei dabei, mehr Kooperationen zwischen Bildung, Kultur und Familienarbeit. Und Kerstin Hübner ergänzte: „Wir haben eine breite Kulturlandschaft und ein breites Bildungssystem. Wir müssen sie aber mit den nötigen Ressourcen ausstatten, damit sie Freiräume für kulturelle Bildung erhalten.“

Politisches Gespräch: Kinderrecht auf kulturelle Bildung & Teilhabe

Empfohlener externer Inhalt: YouTube-Video

Das Praxisgespräch

„Kinder machen keinen Unterschied zwischen Alltag und Kunst", da waren sich die drei Teilnehmer:innen des Praxisgesprächs einig.

Es diskutierten

  • Prof. Dr. Christian Widdascheck (Alice-Salomon-Hochschule, Berlin)
  • Karin Knauf (Kultur-Kita Grüne Soße, Frankfurt/Main)
  • Astrid Lembcke-Thiel (Hessisches Landesmuseum Kunst und Natur, Wiesbaden)

Die Kunst vor allem als Museum und Theater zu begreifen, verengt die Sicht. „Kinder könnten diese Trennungen nicht nachvollziehen. Dreh- und Angelpunkt sei ihnen der Alltag und ihre Lebenswelt, sagte Karin Knauf.“ Schon in alltäglichen Handlungen stecke in hohes kreatives Potenzial.

Weitere Themen der Runde waren, wie sich kulturelle Bildung in den Alltag integrieren lasse und warum das kulturelle Erleben der Kinder durch Qualifizierung der Mitarbeiter:innen gut begleitet werden kann.

Gespräch aus, für und mit der Praxis: Warum frühe kulturelle Bildung?

Empfohlener externer Inhalt: YouTube-Video

Lesen Sie hierzu auch unseren Meinungsartikel „Warum Kinder kulturelle Bildung brauchen - gerade jetzt“ von Andreas Knoke, Leiter der Programmabteilung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Seine Themenschwerpunkte sind die kulturelle und die frühe Bildung.

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