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Projekt

Traumapädagogik im Frauenhaus

Das Bild zeigt einen kleinen Jungen, der auf einer Schaukel sitzt und damit lachend in den blauen Himmel schaukelt. Er sieht unbeschwert und ausgelassen aus

© Unsplash/Myles Tan

Projekte

Eine digitale Weiterbildungsreihe ermöglicht Fachkräften, Kinder und Jugendliche bei der die Verarbeitung von Gewalt zu unterstützen.

Projektstart

  • 01.02.2022
  • Bundesweit
  • Frauenhauskoordinierung e. V.
Kategorie: Qualifizierung

Frauenhäuser sind auch Kinderschutzhäuser – und rund 200 Frauenhäuser in Deutschland werden bald besser in der Lage sein, Kinder alters- und geschlechtsspezifisch bei der Bewältigung von Gewalterfahrungen zu unterstützen. Neben ihren Müttern sind die pädagogischen Mitarbeitenden wichtige Ansprech- und Bezugspersonen. Der Frauenhauskoordinierung e. V. hat nun für sie eine digitale Fortbildungsreihe zur traumapädagogischen Arbeit entwickelt.

 

Ergebnisse der Traumaforschung für die pädagogische Arbeit

Mit Unterstützung von AUF!leben überträgt die Weiterbildungsreihe Erkenntnisse moderner Psychotraumatologie und Traumatherapie auf die pädagogische und beratende Arbeit. Die Referentinnen arbeiten selbst in Frauenunterstützungseinrichtungen und haben Erfahrungen in der traumasensiblen Beratung von Kindern und Jugendlichen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind.  Daher kennen sie die spezifischen Bedarfe in den Frauenhäusern genau.

 

 

210 frisch geschulte Fachkräfte können schon im Sommer traumapädagogisch tätig werden

Das modulare und aufeinander aufbauende Format der Qualifizierung ermöglicht einen direkten Bezug zur Arbeit mit Kindern. Alle Teilnehmenden sind aufgefordert, ein bis zwei Fallbeispiele aus ihrer Berufspraxis einzubringen.  Ein Lern- und Reflexionstagebuch begleitet die individuelle Arbeit mit den neuen Methoden. Die Teilnehmer:innen erhalten Impulse für die Beobachtung und vertiefte Analyse Ihrer Interaktionen mit den Kindern.

 

 

Mitbetroffene Kinder brauchen eigene Angebote zur Verarbeitung. So können wir Gewaltkreisläufe nachhaltig unterbrechen.

Juliane Kremberg, Referentin Kinder in Frauenhäusern beim Frauenhauskoordinierung e. V. 
 
Das Bild zeigt das Projektlogo des Frauenhauskoordinierung e. V. Zwei stilisierte Zeichnungen bilden Kinder ab. Eines hat einen Rucksack auf und einen Teddy in der Hand. Es geht seinen Weg, der dunkelgelb dargestellt ist. Das andere Kind hat lange, lilafarbene Haare und einen roten Umhang, der an Superheld:innen erinnert. Über den Kindern bildet die Aufschrift Zuhause auf Zeit eine Art Dach.

© Frauenhauskoordinierung e. V.

 

 

Das digitale Format erreicht zeitnah viele Fachkräfte

Ihre Erfahrungen sind anschließend Teil einer vertieften Gruppenreflexion im kollegial-geschützten Rahmen der Qualifizierung. Der digitale Ansatz der Weiterbildung macht es möglich, in kurzer Zeit rund 200 Fachkräfte zu erreichen und für die traumapädagogische Arbeit mit Kindern weiterzubilden. Auch unter digitalen Voraussetzungen kann es so gelingen, das Thema vertieft und kontextsensibel zu bearbeiten.

 

 

Projektende

  • 31.08.2022
  • Bundesweit

Wie es weiter geht

Nach Abschluss des Projekts werden die Methoden der Fortbildung in einem digitalen Projektblog weiteren Interessierten der Fachpraxis zur Verfügung gestellt. Außerdem wird es weitere Fortbildungsangebote für den Kinderbereich im Rahmen des Projekts „Zuhause auf Zeit“ geben. Die Teilnehmenden wirken innerhalb der Einrichtung als Ansprechpersonen für das Fachpersonal – und außerhalb als Multiplikator:innen für den Ansatz traumapädagogischer Arbeit mit Kindern im Schutzraum Frauenhaus. Weitere Informationen zur Arbeit des Trägers finden Sie hier: www.frauenhauskoordinierung.de

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