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Themenprojekt

FUSO-Camp: „Utopie – Deine perfekte Welt“

Teamsitzung

© DKJS/ Valentum Kommunikation

Projekte


FUSO: Dieses Kürzel steht für „Film und so“. Dahinter verbirgt sich ein Projekt, das die Gruppe JA – Jugend Aktiv unter Mithilfe des Trägervereins Nave Randow e. V. auf die Beine gestellt hat. So findet unter diesem Namen seit mehreren Jahren ein Kreativ-Camp für Kinder und Jugendliche, vorrangig aus der Randow-Region in Mecklenburg-Vorpommern statt.

Projektstart

  • 1. Juli 2022
  • Blankensee
  • Nave Randow e.V.
  • 25 Teilnehmende zwischen elf und 19 Jahren
Themenschwerpunkt: Demokratiebildung und Teilhabe

Zeltcamp mit Theater-, Tanz-, Film- und Kunstworkshops

Jugendliche beim FUSO-Camp

© DKJS/ Valentum Kommunikation

Beim FUSO-Camp geht es darum, Filme zu produzieren und andere Kunstformen in Kombination damit auszuprobieren. Ein wichtiger Aspekt sind außerdem – wie bei eigentlich allen Projekten des Nave Randow e. V. – Nachhaltigkeitsziele, die in diesem Rahmen spielerisch beleuchtet werden. Weiterer Anspruch des Projekts ist es, dass die jungen Menschen mitbestimmen und selbst Verantwortung dafür übernehmen. Schon 2016 entstand die Idee. Seitdem fand FUSO stets in Form mehrerer Tages-Workshops in den Sommerferien statt – bis zu diesem Jahr! Denn dank der Unterstützung von AUF!leben wurde es nun erstmals als Camp mit Übernachtung auf dem Zaubermondhof in Blankensee durchgeführt. Die Teilnehmenden hatten dabei die Wahl zwischen Workshops in den Bereichen Theater, Tanz und Film. Am Ende stand ein gemeinsamer Auftritt vor Publikum, das sich vorrangig aus Familien und Freunden der jugendlichen Teilnehmer:innen zusammensetzte. Auf dieser Abschlussveranstaltung ging Susanne Völlm, Vorsitzende des Nave Randow e. V., in ihren einführenden Worten auf eine zweite Premiere beim diesjährigen FUSO ein: „Es ist das erste Mal, dass eine Gruppe aus fünf jungen Menschen zwischen zwölf und 22 Jahren es wirklich allein organisiert hat.“

10 Tage gemeinsam im Zeltlager
3 Workshops im Bereich Film, Tanz und Theater

Utopisch kreativ arbeiten

Teamsitzung

© DKJS/ Valentum Kommunikation

Ein Anliegen der neu formierten Organisationsgruppe war die Ausweitung des FUSO. „Letztes Jahr war das Projekt sehr schön, aber da hat mir tatsächlich ein bisschen gefehlt, dass man noch mehr mit den Jugendlichen zusammen ist“, blickt Maria zurück. Schon seit fünf Jahren ist sie bei FUSO dabei, bisher im Rahmen der Leitung von Tanzwokshops. In diesem Jahr war die 22-Jährige auch für die Organisation verantwortlich, zusammen mit Max und drei jugendlichen Camp-Teilnehmern. Für die Ausweitung des FUSO standen verschiedene Möglichkeiten im Raum, beispielsweise es aufgrund der unmittelbaren Nähe zu Polen grenzübergreifend zu gestalten. Die Wahl fiel aber auf die Durchführung mit Übernachtung. „Wir haben das auch mit den Jugendlichen im Organisationsteam durchgesprochen und das so als Zeltlager zu machen, da hatten die richtig Bock drauf. Dann dachten wir, na gut, versuchen wir das mal“, erläutert Max, der auch die dramaturgische Leitung des Filmworkshops innehatte. Die Entscheidungsfindung für das übergreifende Motto „Utopie – Deine perfekte Welt“ lag ebenso in den Händen der Organisationsgruppe. „Wir wollten etwas haben, das einerseits ein konkretes Thema ist, aber andererseits eher ein Überbegriff. Da war Utopie ziemlich passend. Utopie ist ein großer Überbegriff, in dem man noch relativ frei arbeiten kann“, so Max zum Hintergrund davon.

Vielfältig und herausfordernd

Rund 21 junge Menschen zwischen elf und 19 Jahren verbrachten schließlich zehn abwechslungsreiche Tage zusammen in Blankensee. So waren die Workshops selbst sehr vielfältig, da sie von der ersten Beschäftigung mit dem Thema über die kreative Ideenfindung bis hin zur konkreten künstlerischen Umsetzung in Tanz, Theater oder Film reichten. „Die hatten unfassbar Lust, das zu machen“, beschreibt Marian, der neben Max die technische Leitung des Filmworkshops übernahm, die hohe Motivation der Teilnehmenden. Aber auch das Rahmenprogramm bot mit Team-Building-Aktivitäten, wie den Bau funktionstüchtiger Flöße, und gemeinsamen Spielen am Abend jede Menge Spaß, darüber zeigten sich die Jugendlichen einig. Einfach war es für alle dennoch nicht von Anfang an, was insbesondere auf die coronabedingten Einschränkungen der vergangenen beiden Jahre zurückzuführen ist. „Sie haben sich schwer getan in der großen Gruppe. Ein, zwei Kinder haben auch konkret gesagt, dass es für sie sehr ungewohnt ist, vor allem über so eine lange Dauer, mit anderen Menschen zu tun zu haben und umgeben zu sein, weil sie die letzten Monate und über ein Jahr hauptsächlich allein in ihrem Zimmer verbracht haben“, erzählt Lucy, die sich als freie Mitarbeiterin um die Koordination vor Ort kümmerte. Dem stimmt auch Maria zu, zieht aber gleichzeitig ein positives Fazit: „Es hat etwas gedauert, bis die Gruppe sich zusammengefunden hat. Aber wie sie dann als Gruppe zusammen waren, fand ich sehr schön, wie es sich entwickelt hat.“

Es hat etwas gedauert, bis die Gruppe sich zusammengefunden hat. Aber wie sie dann als Gruppe zusammen waren, fand ich sehr schön, wie es sich entwickelt hat. Maria, Organisatorin

Sie waren alle auf ihre Art und Weise kreativ.
Malik, Leiter des Theaterworkshops

 

Zufriedenheit auf allen Seiten

Eine tolle Entwicklung aus zehn Tagen Zeltcamp mit Theater-, Tanz- und Filmworkshops gab es dann auch auf der Abschlussveranstaltung zu sehen, was das Publikum mit tosendem Applaus für alle drei Darbietungen belohnte. „Sie waren alle auf ihre Art und Weise kreativ“, zeigt sich Malik, Leiter des Theaterworkshops, zufrieden. Ebenso empfand es auch Quentin, der sich als Teilnehmender zudem in der Organisationsgruppe einbrachte: „Das Camp ist erstaunlich gut gelungen. Es war sehr vielfältig, es war sehr viel organisiertes Programm. Es hat auch so gut wie alles gut geklappt von den Programmpunkten.“ Aus diesem Grund freue er sich auch schon auf das nächste Jahr. Denn neben den Erfahrungen aus dem Theaterworkshop nehme der 19-Jährige laut eigener Aussage noch etwas sehr Wertvolles aus dem FUSO-Camp mit: „Freunde, die ich gefunden habe.“ Nicht nur ihm schien es so gegangen zu sein. Das legen zumindest die Rückmeldungen der anderen Teilnehmenden nahe, von denen Lucy berichtet: „Alle wollen wieder kommen. Das ist eine schöne Aussage, die zeigt, dass man etwas richtig gemacht haben muss.“

Projektende

  • 31. August 2022
  • Blankensee

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