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Berlinfahrt

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Um engagierten jungen Menschen etwas zurückzugeben, (Bildungs-)Politik für sie transparenter zu machen und Möglichkeiten von Teilhabe darzulegen, setzte das Förderwerk, das sich für mehr Bildungsgerechtigkeit einsetzt, eine Fahrt nach Berlin um. 

Projektstart

  • 1. Mai 2022
  • bundesweit
  • Aelius Förderwerk e. V.
Themenschwerpunkt: Demokratiebildung und Teilhabe

Bildung und Begegnung in Berlin

Seit 2018 bietet das Aelius Förderwerk ein umfangreiches ideelles Förderprogramm sowie Mentoring- und Beratungsangebot für bildungs- und/oder sozioökonomisch benachteiligte Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren. Das Ziel dieses vollumfänglichen Pakets ist es, Hürden im Bildungsweg aufzufangen und Chancengleichheit zu fördern. Über 60 Projekte sind seit der Gründung gelaufen, über 150 Ehrenamtliche in ganz Deutschland engagieren sich bei Aelius, mehrheitlich junge Menschen, die sich noch in Studium oder Ausbildung befinden. Corona hat für die Arbeit der Organisation – wie für viele andere auch – einen Einschnitt bedeutet. „Das Ehrenamt lebt ja von gegenseitigem Geben und Nehmen, am besten in Person. Das ging hald während Corona nicht“, erzählt Petter, der als Regionalgruppenleiter bei Aelius aktiv ist. Gleichzeitig war er auch die Projektleitung für eine gemeinsame Berlinfahrt der Ehrenamtlichen im Förderwerk, die durch AUF!leben Unterstützung fand. Der Gedanke dahinter war, den Engagierten etwas zurückzugeben. „Durch so eine Fahrt, wie diese Bildungsfahrt in Präsenz, bei der wir 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern dabeihaben, schafft man wieder Begegnungs- und Verknüpfungspunkte. So kann auch jeder wieder neue Motivation schöpfen

Mehrwert persönlicher Austausch

Betrachtet man die Stimmung auf der gemeinsamen Reise und die Rückmeldungen aus den Reihen der Teilnehmer:innen, so ist dies auf jeden Fall gelungen – gerade im Rückblick auf die coronabedingten Einschränkungen, wie auch Teilnehmer Korab bestätigt: „Für mich persönlich war es auch eine schwierige Zeit, in der man ein bisschen eingesperrt war zuhause. Es ist sehr wenig passiert, man kam zu nichts. Es kam mir fast so vor, als hätte ich ein paar Jahre verloren. Weshalb ich mich umso mehr freue, dass ich jetzt hier bin. Das ist echt eine coole Sache.“ Manche der Ehrenamtlichen sind erst während der Pandemie mit dem Förderwerk in Berührung gekommen und standen bisher lediglich digital mit dem Netzwerk in Kontakt. Die Berlinfahrt bot für sie erstmal die Möglichkeit eines Treffens in Präsenz, was beispielsweise für Teilnehmerin Rebekka einen eindeutigen Mehrwert ausmacht: „Natürlich fehlt (bei Online-Meetings) auch etwas von dem Flair, was Ehrenamt eigentlich ausmacht – der Austausch, den wir jetzt zum Glück hier erleben dürfen.“ 

Durch so eine Fahrt wie diese Bildungsfahrt in Präsenz, bei der wir 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern dabeihaben, schafft man wieder Begegnungs- und Verknüpfungspunkte. So kann auch jeder wieder neue Motivation schöpfen, an seinem Ehrenamt weiterzuarbeiten und noch mehr Impact an der Gesellschaft zu erzielen. Petter Marzena, Projektleitung, 24 Jahre, Physikstudent

Ich merke, wie motiviert alle sind. (…) Alle haben irgendwie Interesse. Das finde ich schön zu sehen in der Gruppe, und mal nicht nur im Internet, sondern richtig spürbar vor Ort. Franziska Neumayr, Organisation, 19 Jahre, ehemalige Workshopteilnehmerin

Ein Programm mit bleibenden Eindrücken

Besuche in unterschiedlichen Bundesministerien und Forschungseinrichtungen, Bundestag und Bundeskanzleramt: Das sechstägige Programm hielt jede Menge spannende Stationen sowie interessante Gesprächspartner:innen bereit. Es bot gleichzeitig auch Gelegenheit, selbst aktiv zu sein und sich einzubringen, beispielsweise bei einem Planspiel zum Thema Integration. Die Mischung aus politischen, bildungs-politischen und kulturellen Eindrücken von einer geschichtlichen Stadt wie Berlin kam gut an bei den Teilnehmer:innen. „Ich habe mir so oft in den letzten Jahren vorgenommen, ich will mich besser auskennen mit Politik und mich mehr damit auseinandersetzen. Aber das ist so eine Hürde. (…) Die Hürde wurde einem jetzt genommen“, erläutert Korab. Dem stimmt auch Rebekka zu: „Es tut gut, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, mich aktiv damit zu beschäftigen. Ich habe auf jeden Fall Interesse daran, widme mich aber im Alltag dem noch zu wenig. Jetzt hier nochmal den Raum zu haben und diese teils auch exklusiven Einblicke zu kriegen, z.B. bei den Gesprächen mit den Abgeordneten, ist auf jeden Fall ein Mehrwert.“ Genau das war auch der Wunsch hinter Idee, Planung und Durchführung des Projekts. „Ich hoffe, dass da jeder die Möglichkeit hat, (…) Politik transparenter zu sehen und wir Einblicke in die Gelegenheiten politischer Teilhabe ermöglicht haben“, so Petter.

Bereicherung durch Teilhabe

Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmer:innen kamen auch beim Organisationsteam der Fahrt rund um Petter direkt an. „Ich merke, wie motiviert alle sind. (…) Alle haben irgendwie Interesse. Das finde ich schön zu sehen in der Gruppe, und mal nicht nur im Internet, sondern richtig spürbar vor Ort“, bestätigt Franziska. Auch sie stieß erst zu Aelius, als es bereits die coronabedingten Einschränkungen gab. Dank der gemeinsamen Berlinfahrt, an deren Planung und Umsetzung sie beteiligt war, bekam sie noch einmal neue Eindrücke vom Mehrwert Ehrenamt beim Förderwerk: „Ich finde, jetzt merkt man erst, was es auch bedeutet, hier Teil zu sein.“ Sie selbst zeigt sich auch mit dem Programm, das sie und ihre Mitstreiter:innen zusammengestellt haben, sehr zufrieden. „Überall reinzukommen und die Gespräche mit Bundestagsabgeordneten zu führen, Dinge zu machen, die lange nicht mehr normal waren, das ist auf jeden Fall eine Bereicherung“, so die 19-Jährige. Dass das alles nichts Alltägliches war, ist den jungen Menschen bewusst. „Ich finde das eine einmalige, vielleicht auch privilegierte Möglichkeit, das jetzt zu machen“, sagt Teilnehmerin Rebekka und hofft auf eine Wiederholung, um es „vielleicht noch mehr öffnen und noch mehr Menschen reinholen zu können.“

Projektende

  • 31. August 2022
  • bundesweit

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