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Bundesweiter Fachtag: Zurück in die Zukunft mit Mentoring

Eine Frau mit einem kleinen Mädchen beim Lesen

© Shutterstock/Stock Rocket


Wie wäre es, wenn soziales Mentoring von Anfang an im Bildungssystem implementiert würde? Um diese Vision ging es beim bundesweiten Fachtag „Zurück in die Zukunft mit Mentoring“ am 24. Juni 2022.  

„In dieser rastlosen Zeit ist es wichtig, die Krisen nicht nur als Krisen zu sehen, sondern sie auch als Lernanlässe zu nutzen. Das ist unser Ansatz im Programm AUF!leben: Wir unterstützen Kinder und Jugendliche dabei, die Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen und in Alltagsstrukturen zurückzukehren. Und dabei spielt Mentoring eine zentrale Rolle: Ehrenamtliche machen sich jeden Tag dafür stark, dass Kinder und Jugendliche resilient durch diese krisenhafte Zeit kommen“, erklärte Anne Rolvering, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in ihrer Begrüßung. Sie betonte, wie sehr sie sich über die Erfolge des Programms AUF!leben – Zukunft ist jetzt. freut: 2.200 Kinder und Jugendliche werden bisher von Mentor:innen begleitet. 97 Prozent dieser Heranwachsenden leben in sogenannten Risikolagen und 87 Prozent befinden sich gerade im Übergang von einem Bildungsort zum anderen, also zum Beispiel von der Kita zur Schule. 

Wie würde das Bildungssystem aussehen, wenn Mentoring von der Kita an überall implementiert wäre? Darüber diskutierten Expert:innen aus der Praxis und Wissenschaft. Verschiedene Workshops boten den 80 Teilnehmer:innen aus Mentoring-Projekten, Mentoring-Netzwerken und der Wissenschaft Vertiefungen ins Thema – von inklusivem Mentoring, der Bedeutung des Ehrenamts, digitalen Partnerschaften bis hin zu Demokratieförderung in und durch Mentoring. 

„Mentoring ist ein wirkungsvolles und nachhaltiges Instrument – über die aktuellen Krisen hinaus. Daher ist es wichtig, neue Impulse und Ideen in unseren Arbeitsalltag miteinzubinden und so die Programme und Netzwerke kontinuierlich weiterzuentwickeln. Lassen Sie uns dabei immer wieder unbequeme, aber wichtige Fragen stellen und das Thema auf die politische Agenda setzen. Denn nur mit den entsprechenden finanziellen und organisatorischen Strukturen kann die Vision eines selbstverständlichen Mentoring Wirklichkeit werden.“
Jette Heger, Geschäftsführerin vom Mentor.Ring Hamburg e. V.

Die wichtigsten Themen und Erkenntnisse des Fachtages:  

  • Mentoring schafft Bildungsteilhabe, Demokratieverständnis und Chancengleichheit. 
  • Mentoring wirkt in allen Lebenslagen und allen Lebensaltern. 
  • Mentoring ist grundsätzlich zukunftsfähig, da sich gute Beziehungsarbeit immer auf eine positive Lebenssituation auswirkt und körperliche und psychische Gesundheit fördert. 
  • Mentoring braucht mehr Sichtbarkeit, damit die Zugänge zu Mentoring von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren erleichtert werden. 
  • Mentoring ist ein Baustein innerhalb einer großen Förderstruktur. Deren Teile ergänzen sich wie Zahnräder, die ineinander greifen. Dafür braucht Mentoring aber feste und verstetigte Strukturen. 
  • Wer als Mentee selber Engagement erfährt, engagiert sich oft auch später selbst als Mentor:in. Diese Vorbildfunktion fördert Mentoring und Engagementstrukturen nachhaltig.  
  • Die Zustimmung zu einem sich schon in der Gründung befindenden bundesweiten Mentoring-Dachverband war auf dem Fachtag deutlich spürbar. 

 

Der bundesweite Fachtag wurde vom Mentor.Ring Hamburg e.V. organisiert – einem von vier Umsetzungspartnern von AUF!leben in der Förderkategorie Mentoring. Er fand in Kooperation mit LAGFA Sachsen-Anhalt e. V., Eleven gGmbH und Ceno & die Paten e. V. statt und wurde gefördert durch AUF!leben – Zukunft ist jetzt. 
 

Im Artikel Mentoring – ein zukunftsfähiges Unterstützungsinstrument, erfahren sich mehr über Mentoring aus wissenschaftlicher Sicht, warum soziales Mentoring ein erfolgreiches Instrument zur Bildungsteilhabe sein kann und welche Mentoringprojekte die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung noch umsetzt.

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