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Profis bewegen Kids: Interview mit Anne Rolvering im DFL MAGAZIN

drei aufgeschlagene Ausgaben des aktuellen DFL Magazins

© DKJS


Anne Rolvering, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), berichtet in der aktuellen Ausgabe des DFL MAGAZINS von der Bedeutung von körperlicher Aktivität im Kindes- und Jugendalter sowie in Initiativen von Clubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga. 

Anne Rolvering, Geschäftsführende der DKJS

© DKJS/André Forner

„Als zweifache Mutter erlebe ich jeden Tag, wie wertvoll Bewegung für unsere Kinder ist. Wir fahren mit dem Rad zum Kindergarten und zur Schule oder unternehmen einen Spaziergang auf dem jeweiligen Weg dorthin. Später geht es auf den Bolzplatz, wir fahren Inliner oder spielen Basketball. 

Es ist mir wichtig, dass wir viel auf den Beinen sind. Mindestens 90 bis 180 Minuten aktiver Bewegung pro Tag für Kinder je nach Altersstufe empfiehlt das Bundesgesundheitsministerium, 

60 Minuten die Weltgesundheitsorganisation WHO. Wer sich in jungen Jahren viel bewegt, entwickelt sich motorisch gut, lebt gesünder und ist selbstbewusster. Bewegungsmangel bleibt oft ein Problem bis ins Erwachsenenalter – verbunden mit gesundheitlichen Risiken. 

Bereits vor der Corona-Pandemie haben in Deutschland nur 26 Prozent aller Heranwachsenden die Vorgaben der WHO erfüllt. Die Pandemie hat sie auch diesbezüglich insbesondere in Risikolagen – im Umfeld von Armut, Erwerbslosigkeit und einer Wohnlage in dicht bebauten Stadtteilen – hart getroffen. Hier haben sich Kinder noch weniger bewegt als zuvor. Enorm wichtig sind Sportangebote auch, um das soziale Miteinander zu lernen und zu üben. Aus Gesprächen mit Trägern unseres Förderprogramms „AUF!leben“ sowie mit Partnerinnen und Partnern anderer DKJS-Programme wissen wir, dass dort Aufholbedarf besteht und Sport einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Sozialkompetenzen und der psychischen Gesundheit leistet. 

Deshalb sind Initiativen wie „Bundesliga bewegt“, für die wir mit der DFL Stiftung zusammenarbeiten, und die weiteren zahlreichen Projekte aus dem Profifußball Gold wert. Die Clubs übernehmen gemeinsam mit Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen Verantwortung, indem sie ihre jeweiligen Kompetenzen bündeln, um optimal helfen zu können. Davon profitieren besonders Kinder aus Risikolagen, die seltener in Vereine gehen, aber zum Beispiel in der Schule zu Bewegung animiert werden können. Der Profifußball hat außerdem Vorbildcharakter. Es ist sehr motivierend für ein Kind, sich bei einer Veranstaltung seines Lieblingsclubs zu bewegen. 

Auch wir von der DKJS bringen täglich Akteure zusammen, die sich gegenseitig ergänzen und mit ihren Zielgruppen etwas aufbauen. Wir leisten damit Unterstützung, dass alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland gut aufwachsen können. 

Selbst habe ich erst im Studium in einer Volleyballmannschaft mit regelmäßigem Sport begonnen und bewusst erlebt, wie gut Bewegung und besonders Teamsport tun. Deshalb möchte ich alle ermutigen: Verhelfen Sie Kindern in Ihrem Umfeld zu einem Leben mit viel Bewegung. Das ist eines der besten Rezepte für eine in vielerlei Hinsicht resiliente und gesunde Gesellschaft.“

 

Dieser Beitrag ist in Ausgabe 02/2022 des DFL MAGAZINS erschienen, Sie finden das Magazin hier als E-Paper.

Einen Überblick über die Initiativen des Profifußballs, um Kinder und Jugendliche in Bewegung zu bringen gibt es auf: bundesliga-wirkt.dfl.de/bewegung 

4. AUF!leben-Perspektivdialog: Gesundes Aufwachsen in Pandemiezeiten – Zugang zu Sport und Bewegung 

Wie können wir allen Kindern Zugang zu Sport und Bewegung vermitteln – unabhängig von ihrer sozialen Lage, Herkunft oder ihren körperlichen Voraussetzungen? Um diese Frage dreht sich der 4. Perspektivdialog von AUF!leben – Zukunft ist jetzt. am 9. und 10. Juni 2022. Melden Sie sich jetzt für die Online-Veranstaltung an! 

zum 4. Perspektivdialog

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