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Aus den Transfernetzwerken

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Gesundes Aufwachsen in Hamburg: Zugang zu Sport und Bewegung – während und nach der Pandemie

Das Bild zeigt eine kleine Gruppe von Kindern, die bei den FC St. Pauli Rabauken Fußball spielen. Man sieht einen Jungen im Vordergrund von hinten, er trägt ein braunes Trikot mit rot-weißen Ärmeln. Es steht die Nummer 13 drauf, Rabauken und der Name Mattes. Im Hintergrund sind unscharf noch drei weitere Kinder zu sehen.

© FC St. Pauli Rabauken

Studien zeigen: Mit der Corona-Pandemie einher geht eine Epidemie der Bewegungsarmut. Wie können wir bei Kindern und Jugendlichen gegensteuern? Hier finden Sie Ideen und Erfahrungen aus dem AUF!leben-Transfernetzwerk Hamburg.

Der Anteil der Kinder, die keinen Sport treiben, hat sich gegenüber der Zeit vor der Pandemie verzehnfacht. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die Mitglied in einem Sportverein sind, ist seit 2020 deutlich zurückgegangen. Auch in den Hamburger Schuleingangsuntersuchungen wurde seit Ausbruch der Pandemie deutlich, dass Kinder vermehrt motorische Defizite aufweisen und unter Übergewicht leiden. Eine Reihe von Vereinen, Kitas und Schulen in Hamburg haben daher Initiativen geschaffen, um möglichst vielen Kindern ein Bewegungsangebot machen zu können.

Zur Lage in Hamburg

Partner des Transfernetzwerks war die Hamburger Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration. Die Corona-Pandemie habe die Arbeit der Jugendhilfe grundlegend geändert, sagte Dr. Lars Schulhoff, Abteilungsleiter Gestaltung der Jugendhilfe zum Auftakt des Transfernetzwerks. Noch deutlicher als bisher schon sei hervorgetreten, wie sehr Herkunft und Bewegungschancen zusammenhingen. So seien beispielsweise sprachliche Barrieren beim Informationszugang ein Grund gewesen, warum Familien in ihren Wohnungen blieben. "Die Familien wussten vor allem am Anfang nicht, wie sie ihre Familien schützen können."

Hier habe die Familienhilfe die Kinder teilweise zu Sportangeboten abgeholt und sicher begleitet. Sport und Jugendhilfe – das bleiben für Lars Schulhoff auch nach dem Ende der Pandemie zwei Themen, die eng zusammengehören. "Der Medienkonsum ist gestiegen. Dem müssen wir gemeinsam etwas entgegensetzen."

Konsequenz: Mehr Bewegung braucht neue Kooperationen

Ein Impulsvortrag und drei Themenvertiefungen beleuchteten anschließend Chancen und Herausforderungen der Sportförderung bei Hamburger Kinder und Jugendlichen. Rund 70 Akteur:innen zogen eine Zwischenbilanz: Welche Kooperationen und Ressourcen braucht es, um Kinder unabhängig von ihrer sozialen Lage zu erreichen? Wie lassen sich Sport und Bewegung in den Schulalltag integrieren? Was braucht frühkindliche Bewegungsförderung? Klar scheint vor allem eins: Auf breite Kooperationen kommt es an.

Generation Corona?

Die Motorik-Modul-Studie (MoMo) zeigt: Im ersten Lockdown bewegten sich Kinder und Jugendliche sogar mehr. Dann kam der Einbruch. Was ist passiert? Studienleiter Prof. Dr. Alexander Woll ordnet die Ergebnisse ein.

 

Alle Kinder erreichen

Kooperationen und Ressourcen zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Dozent: Tobias Münster, TSG Bergedorf

Die TSG Bergedorf ist mit fast 11.000 Mitgliedern einer der größten Sportvereine in Hamburg und macht rund 800 Sportangebote pro Woche. Wie gelingt es, dass Kinder und Jugendliche unabhängig von Herkunft oder Affinität ihrer Familien Sport in ihren Alltag integrieren?

 

Gesund am Lebens- und Lernort Schule

Sport und Bewegung in den Schulalltag integrieren

Referent:innen: Beate Proll, Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) in Hamburg & Michel Welke, FC. St. Pauli Rabauken

Wie kann mehr Bewegung, Spiel und Sport für alle Kinder in den Schulalltag integriert werden? Was braucht es für eine gute Kooperation zwischen Schulen und außerschulischen Akteuren? Ein Thema, zwei Perspektiven.

 

Von klein auf fit

Frühkindliche Bewegungsförderung

Referent: Igor Ryabinin, ALBA BERLIN

ALBA BERLIN ist Umsetzungspartner im Programm AUF!leben – Zukunft ist jetzt. Das Kitasportprojekt „Wir bewegen Kitas“ bildet den Ausgangspunkt für ein aktives und gesundes Aufwachsen von Kindern.

Kurzumfrage zum Abschluss: Was nehmen Sie für Ihre Arbeit mit?

Das Bild zeigt ein Mentimeter. Das ist eine Software für digitale Konferenzen, bei denen die Menschen zu einem bestimmten Thema wichtige Schlagworte eingeben können. Hier lautete die Frage: Welche Punkte aus der Veranstaltung nehme ich für meine alltägliche Arbeit mit? Antworten waren zum Beispiel Angebote draußen schaffen, Elternarbeit, belastbare Kooperationen - und das Engagement für einen Bewegungspakt in Deutschland.

© DKJS/Mentimeter

INsight -
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